Allergie

Hatschiie… und es geht wieder los – mein Freund niest, hat geschwollene Augen und seine Nase läuft…. Jedes Jahr um die gleiche Zeit laufe ich zur Apotheke und hole Cetirizin, Nasenspray und Taschentücher – das sind seine neuen täglichen Begleiter um den Tag zu überstehen.

Aber warum eigentlich?

Wieso, wenn alles gerade anfängt zu blühen, die Temperaturen wärmer werden und Frühlingsgefühle hochkommen?

Die Antwort: Pollen – oder auch Blütenstaub gennant.

Also an sich etwas ganz harmloses, denn mir geht es super – ich bewege mich draußen und atme die frische Luft ein.

Genau, das ist eine Allergie: Eine überschießende Immunreaktion auf harmlose Substanzen. Statt das Allergen zu ignorieren löst der Körper eine Entzündungsreaktion aus.

Wie zum Beispiel auf Pollen aber es gibt auch: Nahrungsmittelallergien, Tierhaarallergie, Sonnenallergien, Milbenallergie. Vielleicht ist euer Ohr mal ganz rot und dick geworden als ihr euch neue Ohrringe reingemacht habe? Das könnte auf eine Nikelallergie hindeuten, die sogennante Kontaktallergie. Oder ihr kennt jemanden der panische Angst vor Bienen hat, denn wenn ihn eine sticht bekommt er Atemnot und muss ins Krankenhaus…. Woran man häufig nicht denkt sind Allergien gegen bestimmte Arzneimittel – zum Beispiel Penicillin – ein Antibitotika.

Es gibt auch noch sogenannte Kreuzallergien, wenn man gegen Latex allergisch ist, kann man häufig keine Bananen und Kiwis essen. Häh?! Warum das? Die Allergene sehen für den Körper gleich aus und der Körper reagiert mit einer allergischen Reaktion.

Wie entsteht so eine Allergie?

Wir gehen heute auf die Typ 1 Allergie ein, die häufigste Allergieart.

Typ 1 Allergie am Beispiel Pollen:

Du gehst ganz normal raus und hast den ersten Kontakt mit den Pollen – sagen wir mal Birke. Die Allergene (Birkenpollen) dringen nun durch deine (Schleim)haut ein und gelangen so in deinen Körper. Dein Körper entwickelt sogenannte Immunglobuline E (Ige) gegen das Allergen. Die Antikörper (IgE) binden an sogenannte Mastzellen. Beim ersten Kontakt mit dem Allergen hast du noch keine Symptome, das bedeutet dein Körper lernt erstmal das Allergen kennen, dies wird auch Sensibiliserung gennant.

Dann kommt der zweite Kontakt – die Birkenpollen kommen wieder im Körper an, doch dieses Mal reagiert dein Körper mit niesen, schnupfen und tränenden Augen. Was hat sich verändert? Die Allergene binden diesmal an die IgE’s auf der Oberfläche der Mastzelle, welche Entzündungsmediatoren freisetzt wie zum Beispiel Histamin.

Neben den Symptomen wie Juckreiz, Atemnot, Husten, Schmerzen oder Schwellungen gibt es noch den anaphylaktischen Schock – ich habe es einmal als Sanitäter erlebt wie jemand auf ein Medikament mit so einem drastischen Blutdruckabfall und Kreislaufversagen reagierte, das er sofort ins Krankenhaus fahren musste. Zum Glück war ein Notarzt da.

Was für Therapiemöglichkeiten gibt es?

  1. Hyposensibilisierung: Da wird der Körper durch wiederholte subkutane Applikation (also unter die Haut) an das Allergen gewöhnt. Nachteil: Es dauert mehrere Jahre.
  2. Mastzellenstabilisatoren: Der Wirkstoff heißt Cromoglicinsäure, hier wird die Membran der Mastzelle stabilsiert, wodurch die Histaminfreisetzung verhindert wird.
  3. Glucocorticoide: Wirkstoff: antiphlogistisch (entzündungshemmend), abschwellend, immunsupressiv (immununterdrückend) Die Wirkstoffe heißen: Beclometason und Mometason. Vielleicht ist es euch schonmal als Creme über den Weg gelaufen? Hydrocortisoncreme 🙂
  4. H1-Antihistaminika: kompetitiver Antagonist am H1-Rezeptor, sie verhindern das Histamin an den Rezeptor binden kann und die Allergie auslöst. Wirkstoffe sind: 1. Generation – Dimetiden 2.Generation – Ceterizin, Loratadin, 3. Geneneration – Levocetrizin ; Desloratadin. Mein Freund nimmt Ceterizin, da diese nicht so müde machen, die 2 & 3 Generation machen nicht so stark müde wie die 1 Generation.

Nicht medikamentöse Maßnahmen:

Allergienkontakt vermeiden: Reduktion der Pollenbelastung, Kleidung wechseln, vor dem zu Bettgehen duschen und Zink zur Stabilisierung des Immunsystems.

Eine Allergie kann beim Arzt festgestellt werden, bei dem Test werden Allergene durch Reiben, Stechen, Ritzen oder Spritzen am Unterarm in die Haut gebracht und dann ausgewertet. Bei einer allergischen Reaktion gibt es dann eine Quaddelbildung.

Wusstet ihr, das Kaiserschnittkinder ein erhöhtes Riskio haben Allergien zu entwickeln, als Vaginalgeburten? Die Mutter gibt durch die Vaginalschleimhaut ihrem Baby viele Bakterien mit und stärkt somit das Immunsystem.

So ihr Lieben, ich hoffe, euch hat der Artikel gefallen 🙂

Wer von euch hat das Pech auch an einer Allergie zu leiden und habt ihr noch Tipps für andere? Schreibt es gerne in die Kommentare und folgt uns auf Instagram.

Eure Phytohexe

Allergene= Allergie auslösende Substanzen.
Mastzelle= Reift im Knochenmark ran, gehört zu den Leukozyten.
Immunglobuline =Abwehrstoff des Immunsystems, Antikörper.
kompetativer H1-Antagonist= bindet an Histamin-Rezeptor verhindert das die Allergie auslöst, aber wenn mehr Allergene als bsp. Ceterzin vorliegt im Blut kommt es wieder zu Allergiesymptomen.

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