Der Mund der Pflanze

Hallo ihr Lieben !

Heute wollen wir uns die Spaltöffnungen von Pflanzen anschauen- in der Botanik ein wichtiges Erkennungsmerkmal um Pflanzen unter dem Mikroskop zu unterscheiden.

Spaltöffnungen nennt man auch Stomata (Einzahl:Stoma) – dies kommt aus dem griechischen und bedeutet: Mund oder Öffnung.

Und genauso können wir uns auch das vorstellen, wie ein Mund der auf und zu macht.

Wozu braucht die Pflanze Spaltöffnungen?

Die „Haut“ der Pflanze, die sogenannte Epidermis ist mit einer Cutinhaut überzogen, welche wasserabweisend und undurchlässig für Gase und Wasserdampf ist.

Die Cuticula, dient sogesehen als Schutz. Damit die Pflanze aber „atmen“ kann benötigt sie die Stomatas.

Die Stomatas regulieren den Gasaustausch und die Wasserdampfabgabe in der Pflanze und sitzen in der Epidermis, meist auf der Blattunterseite.

Sie nehmen beim Öffnen der Spaltöffnung Kohlendioxid auf – welches sie zur Photosynthese benötigten und geben Sauerstoff und Wasserdampf ab.

Nun passiert etwas unglaubliches, wenn die Pflanze ihre Spaltöffnung öffnet und Wasserdampf darüber in die Umwelt gelangt und erzeugen somit einen Transpirationszog, der dafür sorgt, dass Wasser entgegen der Schwerkraft von den Wurzeln zu den Blättern transportiert werden kann. Damit kann die Pflanze auch ihre Temperatur regeln.

Anders ist es bei Wassermangel in der Pflanze, dann schließen sie ihre Stomatas, somit kann kein Wasserdampf in die Umwelt gelangen.

In Abhängigkeit von Licht, Temperaturen, Wassermanmgel und Kohlendioxidgehalt im Interzellularraum öffnen oder schließen sich die Spaltöffnungen.

Wie sieht so eine Spaltöffnung aus?

Spaltöffnungen haben zwei bohnenförmige Schließzellen, die einen Spalt, den Zentralspalt bilden. Die Schließzellen sind von Nebenzellen umgeben und diese sind von Epidermiszellen umgeben.

Für uns sind 4 verschiedene Spaltöffnungstypen wichtig:

Anisocytisch: Die Schließzellen sind von 3 – 5 Nebenzellen umgeben, eine ist wesentlich kleiner als die anderen. Beispiel: Belladonna

Anisocytisch

Anomocytisch: Die Nebenzellen unterscheiden sich nicht von den übrigen Epidermiszellen, die Anzahl der Nebenzellen ist unterschiedlich. Beispiel: Fingerhutblätter

Anomocytisch

Paracytisch: Die Schließzellen sind von zwei Nebenzellen umgeben, deren gemeinsame Zellwand in der Achse des Zentralspalt liegt. Beispiel: Sennesblätter

Paracytisch

Diacytisch: Die Schließzellen sind von zwei Nebenzellen umgeben, deren Zellwand quer zum Zentralspalt liegt. Zum Beispiel: Pfefferminzblätter

Diacytisch

Eine tolle Seite wo ihr die Bestimmungsmerkmale der Pflanzlichen Drogen anschauen könnt.

https://www.yumpu.com/de/document/read/10478590/mikroskopischer-farbatlas-pflanzlicher-drogen

Viel Spaß beim durchstöbern 🙂

Eure Chiara

One Comment on “Der Mund der Pflanze

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