Gewebe – der Verband der Zellen

Teil 1

Cytologie oder Zytologie ist die Lehre der Zellen. Das ist glaube ich allen bewusst. Histologie aber ist die Lehre vom Gewebe. In der Histologie geht es um den Aufbau und Funktionen verschiedener Gewebe.

Doch was ist ein Gewebe eigentlich ? – Definiert wird Gewebe als ein Verband gleichartiger Zellen. Alle Zellen besitzen eine annähernd gleiche Struktur und haben die gleiche/n Funktion/en.

Eine Zelle in Mitten eines solchen Gewebes, die sich aber von den umliegenden Zellen unterscheidet, nennt man Idioblast (idios= eigen, blaste =Keim).

Gewebesysteme sind eine Funktionseinheit, die aus verschiedenen Geweben besteht und bestimmte Teilaufgaben der Organe durchführt. Da ihre Aufgabenstellung oft ähnlich ist, werden sie oft fälschlicherweise auch den Organen oder Geweben zugeordnet. z.B. Leitbündel.

Organe hingegen sind eigentlich abgegrenzte Teile der Pflanze, die eine größere Funktion im Leben der Pflanze erfüllen. Das wären zum Beispiel Wuzel, Stengel, Blatt und Blüte.

Klassifizierung pflanzlicher Gewebe nach Funktion

Wir können Gewebe in Bildungs- & Dauergwebe einteilen. Die Zellen des Bildungsgewebes kann man als embryonale Zellen bezeichnen. Sie sind noch teilunsaktiv, plasmareich und in ihrer Form isodiametrisch ( allen Raumrichtungen annährend).
Dagegen haben die Zellen des Dauergewebes ihre Teilungsaktivität verloren. Sie sind ausgewachsen und ausdifferenziert. Das bedeutet sie erfüllen nun eine bestimmte Aufgabe. In ihrer Form sind sie sehr vielfältig. Die Formen gehen von isodiametrisch bis prosenchymatisch (fasernartig).

Hierzu eine kleine Übersicht:

Bildungsgewebe Dauergewebe
Kennzeichen/Eigenschaften
der Zelle
– teilungsaktiv
– plasmareich
– isodiametrisch
–> embryonal
– teilungsinaktiv
– ausgewachsen
– ausdifferenziert
d.h. erfüllt i. d. R. eine bestimmte Aufgabe
– formenvielfältig
von isodiametrisch bis prosenchymatisch
( ~fasernartig)

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