Hormone kurz erklärt mit Herrn Apothker und der Phytohexe

Was sind Hormone?

Der Organismus kann die Körperzellen auf zwei verschiedene Arten koordinieren.

Auf der einen Seite steht ihm das Nervensystem, auf der anderen Seite das hormonolle System zur Verfügung.

Das Nervensystem kann Informationen schnell weiterleiten, das kann man sich als Glasfaserleitung vorstellen. Hier wird die Information durch chemische Reaktionen über Leitungen, den Neuotransmittern übertragen.

Das hormonelle (endokrine) System wiederum kann mit einem „drahtlosen“ Kommunikationssystem verglichen werden z.B.: der Übertragung über Radiowellen.

Die Informationen werden hier über chemische Strukturen von Signalsubstanzen an die Körperzelle übertragen. Das hormonelle System bedient sich dabei den Informationsträgern, die man als Hormone bezeichnet, diese sind für eine längere andauernde und globale Steuerung von Zellfunktionen zuständig. Ein zu viel oder zu wenig an Hormonen führt zu Krankheiten.

Sind Horomone der „Chef“ des Körpers?

Hormone wirken sehr vielfältig im Körper, werden durch unterschiedliche Organe gebildet und wirken ebenso an verschiedenen Strukturen und Organen im Körper.

Sowohl Unter- als auch Überproduktionen von Hormonen führen zu vielen Erkrankungen, das den Stellwert des Hormonkreislaufs verdeutlicht.

Der weibliche Zyklus

Dauer: ca 28 Tage

Desquamationsphase (Mestruationsphase) 1.-4. Zyklustag:

  • Regelblutung
  • Abbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium)

Proliferationsphase 5.-14.Zyklustag (Follikelphase):

  • Regenerationsphase der Endometrium durch Östrogen
  • Öffnung des Gebärmutterhalses
  • Verflüssigung des Zervixschleims
  • Wachstum des Follikels (Eibläschen) durch das Luteinisierende Hormon
  • LH Peak löst am 14.Tag den Eisprung aus (Ovulation)
  • Keine Befruchtung innerhalb 24 Stunden -> Absterben der Eizelle (LH niedrig)
  • FSH, LH, Östrogen hoch

Lutealphase 15.-28 Zyklustag (Sekretionsphase):

  • Gelbkörper (Corpus luteum) entsteht aus dem Follikel -> Produktion Progesteron
  • Umbau der Gebärmutter sodass sich eine Eizelle einnisten kann
  • Durchblutung der gebärmutterschleimhaut wird verstärkt
  • Gebärmutterhals verengt sich und Zervixschleim wird fester
  • Körpertemperatur Erhöhung um 0,5 Grad
  • Ende der Sekretionsphase Rückbildung des Gelbkörpers und Abfall Progesteron, wenn sich keine befruchtete Eizelle eingenistet hat. Dann erfolgt die Menstruation.

Hormone die beim weiblichen Zyklus eine Rolle spielen

Gestagene:

  • Gelbkörperhormone
  • Im weiblichen Körper Progesteron
  • Wird in den Eierstöcken im sogenannten Gelbkörper produziert
  • Bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor
  • Nach dem Eisprung ist die Progesteron Konzentration hoch
  • Erhöhung der Körpertemperatur um ca. 0,5 Grad
  • Abfall Progesteron -> Mestruationsblutung

Östrogene (=Estrogene)

  • Östradiol
  • Wird in den Eierstöcken und Plazenta sowie Nebenniere gebildet
  • In der Pubertät verantwortlich für die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale
  • Anregung von FSH, von der Hypophyse gesteuert (Hirnanhangsdrüse->im Vorderlappen)
  • Sorget das Follikel anreift
  • Zervix-Schleim Verflüssiger
  • Erhöhung des HDL

FSH:

  • Follikelstimullierende Hormon
  • Auch Lutropin
  • Ausschüttung von der Hypophyse
  • In der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus
  • Zuständig für Follikelreifung

LH

  • Luteinisierende Hormon
  • Leuteotroptin
  • Ausschüttung von der Hypophyse
  • 1 Hälfte des Menstruationszyklus
  • Ovulation (Eisprung) Auslösung am 14. Tag
  • Fördert Entwicklung des Gelbkörpers
  • Unterstützt Östrogenbildung

Und noch ein paar Hormone

NameBildungsortWirkung
ACTH (adrenocorticotropes Hormon, Kortikotropin)Hypophysenvorderlappenregt die Nebennierenrinde zur Ausschüttung von Glukokortikoiden (wie Cortisol) an
ADH, antidiuretische Hormon, PeptidhormonHypophysenhinterlappenfördert die Rückresorption von Wasser in den Nieren und erhöht den Blutdruck
AdrenalinNebennierenmarkerhöht den Blutdruck, fördert den Abbau von Glykogen (Speicherform der Kohlenhydrate) und erhöht damit den Blutzucker (Hyperglykämie)
AldosteronNebennierenrindebremst die Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren und erhöht so den Blutdruck
AndrogeneHoden (und Nebennierenrinde)u.a. wichtig für die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale und die Spermienproduktion
GlukagonLangerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüseerhöht den Blutzuckerspiegel
InsulinLangerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüsesenkt den Blutzuckerspiegel
KortisolNebennierenrindeu.a. erhöht es den Blutzucker und Blutdruck, fördert den Abbau von gespeicherten Fetten und Eiweißen, wirkt entzündungshemmend
MelatoninEpiphyse (Zirbeldrüse)steuert den Tag-Nacht-Rhythmus
NoradrenalinNebennierenmarkverengt die Gefäße und erhöht so den Blutdruck, steigert die Herzdurchblutung
Oxytocin  HypophysenhinterlappenKuschel und Bindungshormon
T3 und T4Schilddrüsesteigern die Herzarbeit, die Körpertemperatur, den Abbau von Fetten und Glykogen (Speicherform der Kohlenhydrate), fördern das Wachstum und die Hirnreifung
TSH ThyrotropinHypophysenvorderlappenfördert das Wachstum der Schilddrüse und die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4

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