Redox-Reaktionen

Ein beliebtes Thema bei den Lehrern die Redoxreaktion – aber viele Schüler tun sich dabei schwer. Doch was ist dieses Redox?

Eine Redoxreaktion ist eine Reaktion wo eine Oxidation und eine Reduktion gleichzeitig ablaufen…. ok… was?

Also ganz von vorne! Ersteinmal schauen wir uns an was eine Oxidation und eine Reduktion ist.

Eine Oxidation ist ganz einfach eine Elektronenabgabe! Das bedeutet ein Atom gibt Elektronen ab, die Oxidationszahl wird positiver. Elektronen sind negativ geladene Teilchen. (mehr dazu wird es unter: Was sind Elementarteilchen geben)

Eine Reduktion ist eine Elektronenaufnahme – das heißt ein Atom nimmt Elektronen auf. Die Oxidationszahl wird negativer.

Was ist eine Oxidationszahl?
Die Oxidationszahl gibt die Ionenladung eines Atoms an.

Für die Ermittlung der Oxidationszahl gibt es ein paar Regeln… die ihr leider auswendig lernen müsst…

1) Elemente besitzen immer die Oxidationszahl null (zb.: O2, N2, Na, Mg ….)

2) Flour ein Halogen, besitzt immer in Verbindungen die Oxidationszahl -| (römische Zahl für 1) Außernahme: als Element F2 – Regel 1.

3)Sauerstoff erhält in allen Verbindungen die Oxidationszahl -|| Ausnahmen: Als Element O2, in Peroxiden H2O2 (Oxidationszahl -|) und in Verbindung mit Flour erhält der Sauerstoff die Oxidationszahl +II

4)Metalle haben positive Oxidationszahlen – meist stimmen sie mit der Hauptgruppennummer überein. Metalle findet ihr in der ersten und zweiten Hauptgruppe. (Und den Nebengruppen)

5) Wasserstoff erhält in Verbindungen meist die Oxidationszahl +I. Ausnahmen: Als Element H2 oder in Metallhydriden bps. NaH, da hat das Natrium die postive Oxidationszahl +I – was in Regel Nummer 4 steht – und der Wasserstoff dann eine von -I .

Und noch ein wichtiger Grundsatz bevor ich euch alles an Beispielen zeige: Die Summe der Oxidationszahlen aller Atome einer Verbindung, entspricht dessen Gesamtladung. Was bedeutet das?

-> Bei ungeladenen Verbindung z.B.: MgCl2, muss die Summe der Oxidationsladung null ergeben. Also Mg hat +II und Cl -I, ist aber zwei mal vorhanden also ist es insgesamt ungeladen (Cl2) .

->Bei einatomigen Ionen ist die Oxidationszahl genau der Ladung bsp.: Na1+ hat die Oxidationszahl +I

-> Mehratomige Ionen haben die Ladung entsprechend ihrer Summe an Oxidationszahlen Bsp.: CrO42-, hat die Oxidationszahl zusammen -II, Chrom hat + VI (also 6) und Sauerstoff -II (also2) 6-2=4. daher ist die Ladung auch -2 und die Oxidationszahl auch minus 2.

Oxidation & Reduktion

Und nun geht es ans Aufstellen der Reaktionsgleichung ?

Elementares Magnesium und Chlorgas reagieren zu Magensiumchlorid:

Mg + Cl2 ____> 2 MgCl2

Schauen wir uns die Eduktseite an (links vom Reaktionspfeil)!
Magnesium und Chlor stehen hier als Elemente da, dass heißt sie besitzen die Oxidationszahl von Null (siehe Regel 1). Ihr findet Magnesium in der zweiten Hauptgruppe und Chlor in der 7 Hauptgruppe – Chlor kommt als Element immer zweifach in einer Verbindung vor, so geht es allen in der 7 Hauptgruppe, wenn sie als Element vorliegen, genauso wie Sauerstoff und Stickstoff….

Mg 0 + Cl2 0 ____> 2 MgCl2

Schauen wir uns die Produkte an (rechts vom Reaktionspfeil) dort steht Magnesiumchlorid, Magnesium hat eine Oxidationszahl nun von +II und Chlor von -I

Mg + Cl2 ____> 2 Mg +II Cl2-I

Ok… wie komme ich nun darauf? Magnesium ist ein Metall und steht in der 2 Hauptgruppe, die Regel 4 besagt, das diese Atome immer postiv geladen sind und meist ihrer Hauptgruppe entsprechen. Und wie mache ich das bei Chlor? Jetzt wird es spannend – Chlor nimmt die Elektronen auf die Magnesium abgibt – Magnesium gibt 2 Elektronen ab – daher wird die Oxidationszahl um 2 postiver. Chlor nimmt also 2 Elektronen auf und geht von O auf -II – aber halt warum steht da nur -I? Das liegt daran, das Chlor zwei mal vorkommt und somit jeder ein Elektron aufnimmt.

Einmal zur Veranschaulichung:

Mg 0 ____> Mg +II + 2e- , also Elektronenabgabe. Oxidation

Cl2 0 + 2e- _____> Cl2 -I, also Elektronenaufgabe. Reduktion

Und bevor wir mit schwierigen Aufgaben beginnen, klären wir nochmal was die Wörter: Oxidationsmittel und Reduktionsmittel bedeuten.

Oxidationsmittel: Ein Oxidationsmittel ist ein Teilchen, das Elektronen aufnimmt. Das heißt im unserem Beispiel wäre es Chlor.

Reduktionsmittel: Ein Reduktionsmittel ist ein Teilchen, das Elektronen abgibt. Also in unserem Beispiel wäre es Magnesium.

Jetzt wird es spannend:

So und nun nehmen wir Aufgaben wo wir mit H3o+ oder OH und H20 ausgleichen müssen. Keine Angst Step by Step bekommen wir das hin.

Das ist unsere Gleichung: ClO3 + SO2→ SO42- + Cl (sauer) Das heißt wir gleichen es mit H30+ Ionen und Wasser aus, wenn da alkalisch stehen würde , würden wir mit OH ausgleichen)

Also zunächst suchen wir und die Oxidationszahlen raus und überlegen uns was Oxidiert und was Reduziert.

Oxidation: S +IV ____> S +VI + 2e-

Ok – Schauen wir uns die Produktseite an: Sauerstoff hat die Oxidationszahl von -II (siehe Regel 3) und kommt 2 mal vor – das seht ihr an der tiefgestellten 2. Das bedeutet insgesamt ist die Oxidationszahl von Sauerstoff -IV . Schwefel hat demnach eine Oxidationszahl von + IV , da das Molekül ungeladen ist.

Und jetzt die Eduktseite, dort ist Sauerstoff 4 mal vorhanden also eine Oxidationszahl von insgesamt -VII und Schwefel dann von +VI – warum nicht +VII? Da diese Verbindung zweifach negativ geladen ist, das erkennt ihr an der hochgestellten 2- . Erinnern wir uns: Mehratomige Ionen haben die Ladung entsprechend ihrer Summe an Oxidationszahlen, von Sauerstoff wissen wir aufgrund der Regeln wie die Oxidationszahl ist, von dem Schwefel nicht – daher rechnen wir diese aus und da die Verbindung zweifach negativ geladen ist, ist die Oxidationszahl nur + VI.

Reduktion: Cl+V+ 6 e- ____> Cl-I

Gleiche Prinzip wie oben schon erklärt. Also ClO3, Sauerstoff hat insgesamt die Oxidationszahl -VI, Chlor +V, da die Verbindung einmal negativ geladen ist. Cl ist einfach negativ geladen.

So nun kommt das Ausgleichen ins Spiel, denn wir ihr seht haben wir einmal 2 Elektronen die abgegeben werden aber 6 elektronen die aufgenommen werden – und das können wir so nicht stehen lassen, wo sollen denn die fehlenden 4 Elektronen herkommen und was ist mit dem Atomausgleich?

Atomausgleich (mit H30+ und Wasser):

Oxidation: 6 H20 + SO2 ___> So42+ 2 e- + 4 H30+ – Die Reaktion muss ausgeglichen sein, also auf jeder Seite des Reaktionspfeiles müssen genauso viele Sauerstoffatome sein und Wasserstoff sowie Schwefelatome stehen. Und die gesamt Ladung auf jeder Seite null betragen, deshalb wird auf der Seite wo die abgegeben Elektronen stehen das H30+ hinzugefügt.

Reduktion: ClO3-+ 6 e- + 6 H3O+ ___> Cl +9 H2O

Jetzt haben wir das mit den Elektronen noch nicht geklärt – darum nun der Elektronenausgleich:

Wir nehmen die Oxidation x3 und die Reduktion x 1 – warum? Uns fehlen bei der Oxidation noch 4 Elektronen um 6 Elektronen zu erhalten und 2 x 3 = 6 🙂

Oxidation: 6 H20 + SO2 ___> So42 + 2 e- + 4 H30+ I x3

18H20 + 3SO2 ___> 3So42- + 6 e- + 12H30+

Reduktion: ClO3-+ 6 e- + 6 H3O+ ___> Cl +9 H2O I x1 bleibt so 🙂

Ok und nun schreiben wir die gesammte Gleichung auf und erhalten:

18H2O + 3 SO2+ ClO3 + 6e-+ 6H3O +→ 3 SO42- + 6e– + 12H3O+ + Cl + 9H2O

Ganz schön unübersichtlich oder? Nun kommt der Spaß – wir dürfen kürzen!!! Dazu schaut man sich die Eduktseite und die Produktseite an – und auch nur so darf man kürzen!

Und dann schaut unsere Reaktionsgleichung so aus (Ich habe makiert, was ich gekürzt habe)

9 H2O + 3 SO2+ ClO3→ 3 SO42- + 6 H3O+ + Cl

Schwups und nun sind wir fertig! Also die Aufgabe… 🙂

Also ihr lieben, ich hoffe ich konnte euch ein wenig die Welt der Redoxreaktion erklären!

Bei Fragen gerne melden 🙂

Eure Phytohexe

Allergie

Hatschiie… und es geht wieder los – mein Freund niest, hat geschwollene Augen und seine Nase läuft…. Jedes Jahr um die gleiche Zeit laufe ich zur Apotheke und hole Cetirizin, Nasenspray und Taschentücher – das sind seine neuen täglichen Begleiter um den Tag zu überstehen.

Aber warum eigentlich?

Wieso, wenn alles gerade anfängt zu blühen, die Temperaturen wärmer werden und Frühlingsgefühle hochkommen?

Die Antwort: Pollen – oder auch Blütenstaub gennant.

Also an sich etwas ganz harmloses, denn mir geht es super – ich bewege mich draußen und atme die frische Luft ein.

Genau, das ist eine Allergie: Eine überschießende Immunreaktion auf harmlose Substanzen. Statt das Allergen zu ignorieren löst der Körper eine Entzündungsreaktion aus.

Wie zum Beispiel auf Pollen aber es gibt auch: Nahrungsmittelallergien, Tierhaarallergie, Sonnenallergien, Milbenallergie. Vielleicht ist euer Ohr mal ganz rot und dick geworden als ihr euch neue Ohrringe reingemacht habe? Das könnte auf eine Nikelallergie hindeuten, die sogennante Kontaktallergie. Oder ihr kennt jemanden der panische Angst vor Bienen hat, denn wenn ihn eine sticht bekommt er Atemnot und muss ins Krankenhaus…. Woran man häufig nicht denkt sind Allergien gegen bestimmte Arzneimittel – zum Beispiel Penicillin – ein Antibitotika.

Es gibt auch noch sogenannte Kreuzallergien, wenn man gegen Latex allergisch ist, kann man häufig keine Bananen und Kiwis essen. Häh?! Warum das? Die Allergene sehen für den Körper gleich aus und der Körper reagiert mit einer allergischen Reaktion.

Wie entsteht so eine Allergie?

Wir gehen heute auf die Typ 1 Allergie ein, die häufigste Allergieart.

Typ 1 Allergie am Beispiel Pollen:

Du gehst ganz normal raus und hast den ersten Kontakt mit den Pollen – sagen wir mal Birke. Die Allergene (Birkenpollen) dringen nun durch deine (Schleim)haut ein und gelangen so in deinen Körper. Dein Körper entwickelt sogenannte Immunglobuline E (Ige) gegen das Allergen. Die Antikörper (IgE) binden an sogenannte Mastzellen. Beim ersten Kontakt mit dem Allergen hast du noch keine Symptome, das bedeutet dein Körper lernt erstmal das Allergen kennen, dies wird auch Sensibiliserung gennant.

Dann kommt der zweite Kontakt – die Birkenpollen kommen wieder im Körper an, doch dieses Mal reagiert dein Körper mit niesen, schnupfen und tränenden Augen. Was hat sich verändert? Die Allergene binden diesmal an die IgE’s auf der Oberfläche der Mastzelle, welche Entzündungsmediatoren freisetzt wie zum Beispiel Histamin.

Neben den Symptomen wie Juckreiz, Atemnot, Husten, Schmerzen oder Schwellungen gibt es noch den anaphylaktischen Schock – ich habe es einmal als Sanitäter erlebt wie jemand auf ein Medikament mit so einem drastischen Blutdruckabfall und Kreislaufversagen reagierte, das er sofort ins Krankenhaus fahren musste. Zum Glück war ein Notarzt da.

Was für Therapiemöglichkeiten gibt es?

  1. Hyposensibilisierung: Da wird der Körper durch wiederholte subkutane Applikation (also unter die Haut) an das Allergen gewöhnt. Nachteil: Es dauert mehrere Jahre.
  2. Mastzellenstabilisatoren: Der Wirkstoff heißt Cromoglicinsäure, hier wird die Membran der Mastzelle stabilsiert, wodurch die Histaminfreisetzung verhindert wird.
  3. Glucocorticoide: Wirkstoff: antiphlogistisch (entzündungshemmend), abschwellend, immunsupressiv (immununterdrückend) Die Wirkstoffe heißen: Beclometason und Mometason. Vielleicht ist es euch schonmal als Creme über den Weg gelaufen? Hydrocortisoncreme 🙂
  4. H1-Antihistaminika: kompetitiver Antagonist am H1-Rezeptor, sie verhindern das Histamin an den Rezeptor binden kann und die Allergie auslöst. Wirkstoffe sind: 1. Generation – Dimetiden 2.Generation – Ceterizin, Loratadin, 3. Geneneration – Levocetrizin ; Desloratadin. Mein Freund nimmt Ceterizin, da diese nicht so müde machen, die 2 & 3 Generation machen nicht so stark müde wie die 1 Generation.

Nicht medikamentöse Maßnahmen:

Allergienkontakt vermeiden: Reduktion der Pollenbelastung, Kleidung wechseln, vor dem zu Bettgehen duschen und Zink zur Stabilisierung des Immunsystems.

Eine Allergie kann beim Arzt festgestellt werden, bei dem Test werden Allergene durch Reiben, Stechen, Ritzen oder Spritzen am Unterarm in die Haut gebracht und dann ausgewertet. Bei einer allergischen Reaktion gibt es dann eine Quaddelbildung.

Wusstet ihr, das Kaiserschnittkinder ein erhöhtes Riskio haben Allergien zu entwickeln, als Vaginalgeburten? Die Mutter gibt durch die Vaginalschleimhaut ihrem Baby viele Bakterien mit und stärkt somit das Immunsystem.

So ihr Lieben, ich hoffe, euch hat der Artikel gefallen 🙂

Wer von euch hat das Pech auch an einer Allergie zu leiden und habt ihr noch Tipps für andere? Schreibt es gerne in die Kommentare und folgt uns auf Instagram.

Eure Phytohexe

Allergene= Allergie auslösende Substanzen.
Mastzelle= Reift im Knochenmark ran, gehört zu den Leukozyten.
Immunglobuline =Abwehrstoff des Immunsystems, Antikörper.
kompetativer H1-Antagonist= bindet an Histamin-Rezeptor verhindert das die Allergie auslöst, aber wenn mehr Allergene als bsp. Ceterzin vorliegt im Blut kommt es wieder zu Allergiesymptomen.

Was ist denn bitte – PTA ?

Wenn ich anderen mitgeteilt habe, ich würde eine Ausbildung zur PTA machen, kam diese Frage so gut wie immer auf. Die meisten scheinen noch nie davon gehört zu haben. Dabei sind sie ihnen schon öfters begegnet.

PTA steht für Pharmazeutisch-technische Assistenten!


Doch wo soll man denn nun bitte einen solche/n Pharmazeutisch-technische/n Assistenten/-in getroffen haben? So kompliziert ist das gar nicht! Ganz einfach – in der Apotheke…

Der Großteil der PTAs finden ihre Anstellung in der öffentlichen Apotheke. Sie gehören dort zum pharmazeutischen Personal. Nur pharmazeutisches Personal darf in der Apotheke bestimmte Tätigkeiten ausführen. Darunter die Abgabe und die Beratung von Arzneimitteln.
Das heißt – wohlmöglich wurdet ihr mal von einer/m PTA beraten.

Zu meinem Erschrecken musste ich feststellen, dass es immer wieder Menschen gibt, die glauben in der Apotheke würden nur Apotheker arbeiten. Dabei gibt es da eine doch recht weite Palette an Mitwirkenden z.B. Boten, PKAs, hin und wieder vllt. auch ein Pharmazieingenieur, usw….

Doch gehen wir jetzt mal wieder auf die PTAs ein. Immerhin handelt es sich auf dieser Seite um genau dieses Berufsfeld.

Wie gesagt arbeiten die meisten PTA in der Apotheke. Neben der Beratung, Informationsgebung und Abgabe von Arzneimitteln haben PTAs noch weitere sogenannte pharmazeutische Aufgaben, die sie erledigen dürfen. Dazu zählt die Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln, die Prüfung von Ausgangsstoffen oder des Arzneistoffes selbst. Desweiteren sind sie auch für das Medikationsmanagement zuständig. – Warte, Medikationsmanagment? Das ist die wiederholte Analyse der gesamten Medikation (auch bei Selbstmedikation) eines Patienten, zur Gewährleistung der Arzneimittel-Therapiesicherheit.
Und…und.. und …

Das wird hier sonst zu lang! Wenn ihr eine ausführliche Auflistung der pharmazeutischen Tätigkeiten wünscht, findet ihr sie hier: LINK ( Artikel noch in Arbeit )

Viele PTAs träumen davon in einer Krankenhaus-Apotheke zu arbeiten. Man sagt die Bezahlung und die Arbeitszeiten wären besser. Hier fällt meinst die beratende Komponente weg! Der Fokus liegt ganz klar auf dem pharmazeutisch/medizinischen Teil des Berufes.


Typische Schwerpunkte in der KH-Apotheke liegen somit:
– Bei der Arbeit in der Sterilabteilung: Hier werden zum Beispiel Zytostatika für onkologische Patienten hergestellt oder auch meist größere Mengen an Infusionslösungen.
– Bei der Analytik: Hier werden umfangreiche Prüfungen an Rohstoffen und Eigenherstellungen vorgenommen.
– Bei der Eigenherstellung: Es werden hier jegliche Arten von Arzneimittel hergestellt, die nicht als Darreichungsformen auf dem pharmazeutischen Markt zur Verfügung stehen. Wie zum Beispiel bei Kleinstdosierungen für Säuglinge.
– Bei der Arzneimittelausgabe: Ein Beispiel hierfür ist die Belieferung der Stationen und Funktionsbereiche des Krankenhauses mit Fertigarzneimitteln und Medizinprodukten.

Wenn ihr noch mehr darüber wissen wollt. Klickt hier!

Ein weiteres Beschäftigungsfeld, in das man nur schwer als PTA rein kommt, ist die pharmazeutische Industrie.
Hier hat die/ der PTA allerdings zahlreiche Möglichkeiten eingesetzt zu werden. Die Arbeitsbereiche reichen von der Klinischen Forschung über die Produktion und Qualitätskontrolle bis hin zum Kundenservice.

Die PTA in der Industrie noch einmal im Detail !

Viele Pharmaunternehmen suchen auch PTAs als Pharmareferenten. Pharmareferenten/-innen sollen ihren Arbeitgeber, sowie seine Produkte vorwiegend an Ärzte präsentieren, damit sie diese später verschreiben. Als Pharmareferent/-in kann man aber auch Vorträge im Namen seines Unternehmens abhalten.

Das waren jetzt nur grob ein paar Bereiche, in denen ausgebildete PTA arbeiten können!
Es gibt noch weitere Karrieremöglichkeiten. Kleine Anregung hierfür: als Berater der Krankenkassen, als selbstständige PTA – oder warum auch immer, sogar bei der Tierfutterherstellung. Doch auf die möchte ich fürs erste nicht näher eingehen.
Wie ihr sehen könnt ist der PTA-Beruf in jedem Bereich einzigartig und wird nie langweilig!

Berichte zu PTAs, die ihren eigenen Weg gemeistert haben, findet ihr hier!

Welcher Lerntyp bist du ?

Immer so viel zu lernen…..

Hast du schon einmal von den vier Lerntypen gehört ?
Wenn du weißt, welcher Lerntyp du bist kannst du dir viel Zeit und Stress ersparen. Außerdem läuft das Lernen dann auch einfach entspannter ab.

Die Lerntypen werden, wie schon erwähnt, generell in vier Kategorien unterteilt: der auditive, der haptische/kinästhetische, der visuelle und der kommunikative Lerntyp.

Der auditive Lerntyp

Als auditiver Lerntyp lernst du vorwiegend durch Hören und Sprechen.

Woran kannst du aber jetzt erkennen, dass du ein auditiver Lerntyp bist ? Vielleicht bewegst du ja eine Lippen beim Lernen oder sagst den Lernstoff laut vor dich her. Dies könnte darauf hindeuten ! Oder daran, dass du Audio-Dateien schnell auch auswendig wiedergeben kannst ! Auch Gedichte oder Melodien behältst du dir schnell, aber auch dauerhaft im Kopf !

Der auditive Lerntyp hört aufmerksam zu und erzählt das Gehörte hervorragend nach. Und sie sind Meister im Kombinieren !

Gehörst du zu diesem Lerntyp hast du somit den großen Vorteil besser passiv zu lernen. Du musst es nur einmal gehört haben – und zack! Schon ist es in deinem Gehirn verankert !

Der haptische oder auch kinästhetische Lerntyp

Dieser Lerntyp hat wohl die meisten Namen. Unter anderem wird er auch der motorische Lerntyp genannt.

Das Prinzip dieses Lerntyps lautet wohl „learning by doing“. Er speichert Sachen am besten, wenn er sie selbst ausprobieren darf. Also ab ins Labor mit euch und stellt mal ein paar Kapseln her !

Denn wenn ihr zu diesem Lerntyp gehört bringt es euch recht wenig, wenn ihr euch an den Schreibtisch setzt und die ganze Theorie immer wieder durchkaut. Ihr seid dann eben mehr praxisorientiert. Ihr wollt alles selbst ausprobieren und braucht natürlich auch Bewegung!

Meiner Meinung nach hat es dieser Lerntyp am schwersten in unserer theorielastigen Ausbildung…

Der visuelle Lerntyp

Als visueller Lerntyp kannst du dich auf das, was du siehst, verlassen. Du nimmst Informationen besser auf wenn du dir ein Bild anschaust – oder dir auch einfach selber eins erstellst.

Woher weiß ich, dass ich ein visuelle Lerntyp bin ? Bilder sind doch immer hilfreich beim Lernen ?
Diesen Lerntypen erkennt man daran, dass er sich häufig Notizen macht oder Skizzen anfertigt. Sie erinnern sich gut an Details und arbeiten genau und ordentlich.
Bei Spielchen in denen man sich Gesehenes schnell merken muss gegen besagten Lerntyp Vorsicht geboten. Ihr werdet haushoch verlieren, wenn ihr euch nicht ordentlich anstrengt. In Spielen, wie Memory ist er klar im Vorteil.

Der kommunikative Lerntyp

Für den Kommunikativen Lerntyp ist das Sprechen, aber vor allem auch der Austausch mit anderen das A und O!

Am bestern lernst du, wenn du den Stoff sprechen kannst. Außerdem erklärst und diskutierst du gerne. Am besten ist es dann, wenn du in der Gruppe lernst !

Vielleicht können dir auch Freunde oder Geschwister beim Lernen helfen ! Du kannst dir Karteikarten schreiben und dich mit ihnen Abfragen lassen. Fast wie in einer Quizshow !

Und – weißt du schon zu welchem Lerntyp du gehörst ? Nein ! Ist auch nicht schlimm.

Die harte Realität ist leider auch, dass man es auch gar nicht so leicht einteilen kann. Mischformen sind die Realität !
Theoretisch klingt diese Aufteilung ganz logisch. Aber in der Praxis kommen Lerntypen isoliert selten vor. Wenn du dich in mehreren dieser Beschreibungen wiedergefunden hast gehörst du zu den Mischtypen.
Schubladendenken ist hier nicht !

Wahrscheinlich denkst du dir jetzt so: ,,Naaaa toll, und was hat mir das ganze hier jetzt gebracht ?! „

Ganz einfach, wenn du weißt wo deine Stärken liegen, kannst du deine Lernmethoden auf dich abstimmen und so den maximalen Lerneffekt erreichen.
Auch wenn du meinst du gehörst zu allen Lerntypen – mehr oder weniger, bist du hier und da stärker !

Doch wie finde ich jetzt raus, wo meine Stärken und wo meine Schwächen liegen ?

Bald findest du hier einen Link zum Lerntypen-Test.